Semantik im Modellierungsprozess
Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD
Bisherige Verfahren und vor allem die Prozessketten in der Computergraphik leiden unter dem Problem, dass entweder die Semantik eines Modells zum Erstellungszeitpunkt nicht explizit gemacht wurde (bzw. gemacht werden konnte) oder dass die entsprechenden Objekte zu früh geometrisch approximiert werden, wie etwa eine Kugeloberfläche, die durch kleine Dreiecke angenähert wird.
Auf dieser Annäherung ist dann nicht nur die hochqualitative Visualisierung (durch die enorme Modellkomplexität) eine Herausforderung. Auch die Interaktion mit den dargestellten Modellen erfüllt – zumindest aus industrieller Sicht – nicht die Genauigkeitsanforderungen, die im komplett virtuellen Engineering nötig wären.
Neben der Qualität der Darstellung und der Interaktion rückt in zunehmendem Maße der Schutz von geistigem Eigentum bzw. die Verhinderung der unerwünschten Verbreitung von Produktdetails im Kontext industrieller Beziehungen zwischen Auftraggeber und Zulieferer in den Vordergrund. Diese Punkte erfordern einen neuen Modell-Ansatz, der neben einem klassischen Level-of-Detail auch einen semantischen Level-of-Detail bereitstellt.
